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Fach-Konferenz
4- 5 November 2006
Wie soll es mit Afrika weitergehen?
Für das andere Afrika.
„Wiege der Menschheit“. Afrika ist ein faszinierender Kontinent, den leider die Mehrheit der deutschen Bevölkerung nur mit Katastrophenbildern und Klischeevorstellungen verbindet.
Mit seinem unglaublichen Reichtum an Natur und Bodenschätzen, seiner kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt befindet sich der große Kontinent, trotz einiger Probleme, die nicht zu leugnen sind dennoch im Aufbruch. Es ist richtig dass die Situation Afrikas und die der Afrikaner( innen) sich noch deutlich verbessert sollte, sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf politischer, demokratischer Ebene. Das wäre für die Weltgemeinschaft eine der Garantien für den Frieden in dieser einen Welt. Afrika sollte und kann noch viel zur Kultur und Wirtschaft der Weltgemeinschaft beitragen. Wegen der Fremdbestimmheit, der technologischen Überlegenheit des Westens, aber auch wegen Korruption in den eigenen Reihen, politischer Repression vieler afrikanischer Politiker, welche zum großen Teil von den Mächtigen dieser Welt unterstützt werden und wegen der Kriege in den eigenen Ländern, ist es bedauerlicherweise unmöglich für die Afrikaner ihre Kräfte voll zu entfalten. Aber trotz dieser Hindernisse ist eine tatsächliche Unabhängigkeit, eine authentische Entwicklung des Afrikanischen Kontinents und seiner Völker noch möglich.
Afrikaner sollten mehr Selbstvertrauen, mehr Vertrauen zueinander und Kenntnisse erwerben, um die Möglichkeiten für sich selbst und für die Umwelt zu sorgen auszuschöpfen.
Ohne kulturelle Identität, qualifizierte Schul und Berufsausbildung, Toleranz, Demokratie, Frieden, Meinungsfreiheit und den starken Willen zu soliden Veränderungen, ist kein nennenswerter Fortschritt möglich.
Allein durch Rohstoffexport ist keine nachhaltige Entwicklung zu Gunsten der Länder und Völker zu erreichen. Afrikaner(innen) sind von Natur aus optimistisch . Das ist an sich schon eine Tugend. Ein besseres Verständnis der Ursachen von Unterentwicklung bzw. notwendiger Bedingungen für eine konstruktive Entwicklung verbunden mit einer dauerhaften Investition in die Menschen sind notwendig für die Bewältigung der Zukunft Afrikas. Afrikaner(innen), die afrikanische Jugend in Deutschland ist beispielsweise „en Chance“ für Deutschland und Afrika. „Eine Begegnung der Völker und Kulturen mit gegenseitigem Respekt“, gilt als ein wichtiges Bindeglied zwischen den Menschen und fördert den notwendigen Prozess für ein friedliches Zusammenleben unter einander. Jugend kann Zeichen setzen und damit die Bereitschaft der Völker anstoßen. Die Bedeutung dieser Anstrengungen für die Menschheit fasste vor Jahrzehnten Martin Luther King Jr. in dem Satz zusammen: „Wenn wir nicht lernen, als Menschen zusammen zu leben, werden wir als Narren miteinander untergehen“.(1)
In dieser Fach Konferenz möchten wir die Entwicklungs-Perspektiven für Afrika und Afrikaner(innen) studieren. Wir wollen danach fragen, wie Afrikaner(innen) Selbstbewusstsein gewinnen und ihre Kräfte und Fähigkeiten zur Geltung bringen können, um das andere Afrika aufzubauen. Es wird höchste Zeit, dass Afrika eigene Methoden, Modelle, einen authentischen Weg beschreitet, und einen Weg der Gesundung und menschlichen Entwicklung mitgestaltet. Diese Tagung könnte den Grundstein legen.
Folgender Ablauf der Tagung ist geplant: 1. Afrikanisches Flüchtlingsdrama vor Europas Festung: Ursachen und globale Strategie gegen die Missstände. ( Podiumsdiskussion) 2. Friedenssicherung, Entwicklung, Demokratie in Afrika.( Vortrag) 3. Reintegration von Kindersoldaten in die Zivilgesellschaft am Beispiel von Kongo ( Vortrag) 4. Globale Strategie für ein neues Afrika. ( Arbeitsgruppe) 5. Afrikanische Jugend in Deutschland: Welche Perspektiven (Bildung/Ausbildung/Lebensgestaltung) gibt es hier ? (Vortrag und Podiumsdiskussion) 6. Was kann man tun, um eine bessere Integration der jungen Afrikaner(innen) in Schule ,Ausbildung und Leben in Deutschland zu erreichen? (Arbeitsgruppe) 7. Welcher Stellenwert kommt der Bildung u. Ausbildung von afrikanischen und deutschen jungen Menschen in Deutschland zu, wenn es um ihre und die Zukunft Afrikas geht? (Arbeitsgruppe) 8. Wie kann Afrika von der Aus-/Bildung der Jugend in Europa profitieren? - Reintegration afrikanischer Fachkräfte, in Deutschland ausgebildeter Akademiker in die Arbeitsmarktprozesse und Entwicklungsorganisationen in Afrika (Vortrag & Podiumsdiskussion) 9. Welche Rolle können die afrikanischen Medien, die Vereine, Landes-und Dachverbände und ein Bundesdachverband spielen, um die Integration voran zu treiben und das positive Bild Afrikas in Deutschland durchzusetzen? . Können die afrikanischen Kirchen den Bestrebungen förderlich sein? . Was können wir tun ? (Vortrag & Podiumsdiskussion )
Konzeptentwurf: Franklin Nkangou Mikangou
(1) Franklin Nkangou Mikangou: ( Journalist und Herausgeber der Zeitung Béto). Afrika Podium 13.10.1993 in Rahmen von Afrika im Ludwig Forum Aachen: Skizzen eines Projektes 19.8.1993- 23.1.1994
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